Ausgangslage
Ein mittelgrosser Logistikdienstleister mit drei Standorten in der Westschweiz kämpfte mit Überbeständen bei gleichzeitigen Fehlmengen. Die Prognosen basierten auf Excel-Tabellen und Erfahrungswerten der Disponenten. Fehlerquoten bei der Bedarfsplanung lagen bei 23 Prozent.
Die Geschäftsleitung wollte keine weitere BI-Software. Sie wollte ein System, das selbständig lernt und konkrete Bestellvorschläge generiert.
Was wir gebaut haben
Ein ML-Modell auf Basis historischer Abverkaufsdaten, Wetterdaten und Saisonkurven. Dazu eine Schnittstelle zum bestehenden ERP-System (SAP Business One), die dreimal täglich aktualisierte Empfehlungen direkt ins Disponenten-Cockpit spielt.
Die Trainingsphase dauerte sechs Wochen. In den ersten zwei Wochen haben wir ausschliesslich Datenqualität geprüft: fehlende Artikelnummern, doppelte Buchungen, inkonsistente Masseinheiten. Ohne saubere Daten ist jedes Modell wertlos.
Ergebnis nach neun Monaten
Die Prognosefehlerquote sank auf 9 Prozent. Der Lagerumschlag stieg um 31 Prozent. Zwei der drei Disponenten nutzen das System täglich und überschreiben die Empfehlungen nur noch in 12 Prozent der Fälle. Die eingesparten Lagerkosten finanzierten das Projekt innerhalb von sieben Monaten.